Schwangerschaftsmassage

Mit einer Schwangerschaftsmassage können werdende Mütter sich nicht nur verwöhnen lassen, sondern auch viele Schwangerschaftsbeschwerden bekämpfen.

Was bewirkt eine gute Schwangerschaftsmassage?

  • Verminderung von Muskelverspannungen, besonders im mittleren und oberen Rückenbereich, Nacken, Schultern und Gesäss
  • Reduzierung von Stress
  • Hilfe bei Anspannung, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schlafstörungen.
  • Verbesserung von Körperwahrnehmung und Unterstützung der Körperhaltung und Körperwahrnehmung.
  • Entlastung der beanspruchten Gelenke
  • Entspannung der Muskeln und Unterstützung der Geburtsvorbereitung
  • Stärkung der Hautelastizität
  • Anregung von Kreisslauf und Durchblutung, Nährstoffaustausch in der Plazenta wird verbessert
  • Ruhe und Entspannung

Bestimmte Punkte dürfen bei Schwangern nicht massiert werden
Einige Körperbereiche dürfen in der Schangerschaft nicht massiert werden. Daher sollte der Masseur gerade dann auf die Schwangerschaft hingewiesen werden, wenn sie in den ersten Monaten noch nicht sichtbar ist. Am besten den Mutterkindpass mitnehmen und mit dem Masseur genau besprechen, worauf zu achten ist, und welche Körperregionen eventuell Beschwerden verursachen.

Bestimmte neuralgische Druckpunkte, zum Beispiel der Bereich des Kreuzbeines und Teile des Nackens sind bei einer Schwangerenmassage tabu, da sonst eventuell vorzeitige Wehen ausgelöst werden. Hier gibt es höchstens ein paar zarte Streicheleinheiten. Auch der Bauch sollte nicht massiert, sondern höchstens sanft eingeölt werden.

Wohlriechende Aromaöle gehören zu einer schönen Massage. In der Schwangerschaft mögen einige Frauen allerdings intensive Gerüche nicht. Vor allem bei ätherischen Ölen ist Vorsicht angesagt, da Kampher- und Anisöl beispielsweise wehenauslösend wirken.

Für welche werdenden Mütter eigenen sich Massagen?
Einige Experten raten von Massagen in der Frühschwangerschaft ab, tatsächlich gibt es aber nichts, was generell dagegen spricht. Viele Frauen fühlen sich aber den ersten Monaten oft besonders matt und leiden unter Übelkeit – Entspannung fällt da schwer. Optimal sind regelmäßige Massagen ab dem 4. Schwangerschaftsmonat. Wer auch als Nichtschwangere keine Massagen mag, wird sie vermutlich “in anderen Umständen” auch nicht zu schätzen wissen. Wer es allerdings noch nie ausprobiert und ein Okay vom Frauenarzt hat, sollte sich versuchsweise mit einer Massage verwöhnen lassen.

Eine Einschränkung gilt für kranke Schwangere oder Risikoschwangerschaften. Klären Sie zu erst mit Ihrem Gynäkologen ab, ob nichts gegen eine Massage spricht. 

Keine Massage bei:

  • Fieber
  • Ansteckenden Erkrankungen, etwa Erkältungen oder Grippe
  • Hautausschlägen
  • akuten Verletzungen
  • Entzündungen
  • unklaren starken Schmerzen
  • frühzeitigen Wehen

Bei lokalen Erkrankungen dürfen einige Köperzonen nicht massiert werden:

  • Krampfadern
  • undiagnostizierte Hauterscheinungen
  • Blaue Flecken, Schnitte, Sonnenbrand
  • Wassereinlagerungen, Ödeme ( Lymphdrainage empfohlen)

Verboten sind Massagen bei folgender Risikoindikation:

  • Plazentaerkrankungen (z.B Plazenta previa)
  • Wachstumsstörungen
  • veränderter Herzschlag des Fötus
  • Diabetis
  • Krampfneigung oder Epilepsie
  • Untergewicht der Mutter oder des Fötus
  • Autoimmunerkrankungen